Logo Henriettenstiftung, 150 JahreHenriettenstiftung Historisches Foto: Schwester Marie florales Jugendstil-Muster

Panorama einer Epoche

Ausstellung angelaufen: „Als die Schwester noch mit dem Fahrrad kam…“

Abt Horst Hirschler schaut sich die alten Schuhe der Gemeindeschwester an

Auf große Resonanz ist die Ausstellung gestoßen „Als die Schwester noch mit dem Fahrrad kam…“. Sie wurde am 9. Mai eröffnet und wird jetzt von Gästen besucht. Sie gibt Einblicke in die Geschichte der Gemeindeschwesternstationen, die über lange Zeit das Bild der ambulanten Krankenpflege bestimmten. Abgelöst wurden sie durch die Sozialstationen Mitte der 1970er Jahre.

Da sind die ersten Radfahrordnungen zu bewundern, jene „gestrengen“ Vorschriften der Mutterhäuser für die Nutzung von Fahrrädern, geschrieben zu einer Zeit, als Fahrräder noch wahre Ungetüme wahrer Gefahrenpotentiale gewesen sein müssen. Aber sie boten denn doch den Schwestern erste Erleichterung für die Bewältigung der oft weiten Wege in den ländlichen Regionen.

geöffneter „Magarethenschrank“

Da ist auch das plastische Bild eines Schwesternzimmers im Charme der 1950er Jahre mit der Nierentischromantik zu bestaunen mit Cocktailsessel und rundem Beistelltischchen. Einfache, kleine Zimmer waren das für die wenigen Frei- und Ruhestunden am Tag für die Gemeindeschwester, deren Zuhause nach wie vor das Diakonissen-Mutterhaus war.

Die Ausstellung lässt die vergangenen Zeiten plastisch erfahrbar machen über großformatige Fotos, mit originalen Ausstellungsstücken und Videoanimationen. Besonders beliebt sind die großen Bild- und Textbücher, in die sich viele Besucher hinein vertiefen. Zahlreiche kleine medizinische Geräte aus längst vergangenen Zeiten kommen wieder zu Ehren, Spritzen, Blutdruckmessgeräte und mobile Sterilisationsgeräte.

Die „Macher“ der Ausstellung Verbunden ist dieser erste Blick in die Ausstellung mit dem Dank an die Ausstellungsmacherin Ulrike Tüpker und ihr Team: die Innenarchitektin Claudia Peter, der Bildhauer Helmut Höcker, die drei Historikerinnen und Pflegewissenschaftlerinnen Uta Schäfer-Richter, Susanne Kreutzer und Lisa Mundzeck sowie die Grafikerinnen Maike Giegler und Steffi Kassler. (Im Foto: von links nach rechts.)

 

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