Logo Henriettenstiftung, 150 JahreHenriettenstiftung Historisches Foto: Schwester Marie florales Jugendstil-Muster

Klassische Musik aus den Anfangsjahren der Stiftung

Brahms-Orchester Hannover zum Jubiläum am 2. Oktober 2010 mit 400 Gästen

Blick ins Publikum Mit einer Sinfonie von Georges Bizet erinnerte das hannoversche Brahmsorchester an die Anfangszeiten der Henriettenstiftung. Darauf wies die Oberin der Henriettenstiftung Pastorin Heike Löhr in ihren einführenden Worten hin. 1855, wenige Jahre vor Gründung der Henriettenstiftung, schrieb der Komponist der Romantik, Georges Bizet, seine Sinfonie C-Dur. Er war damals gerade siebzehn Jahre alt und studierte am Pariser Konservatorium. Das Werk wurde erst 1935 uraufgeführt; warum der Komponist es zurückhielt, ist nicht bekannt; heute jedenfalls zählt diese Sinfonie zum Standardrepertoire des Konzertlebens.

Pastorin Heike Löhr mit Mikrofon vor dem Orchester Dieses Jugendwerk Bizets zeichnet sich aus durch die noch ungezügelte Dynamik von Frühwerken auch anderer jugendlicher Komponisten. Aber es besticht durch Ausgewogenheit, die das Werk vor allem reifer Künstler auszeichnet. So hat bereits der zweite Satz, Adagio, melancholische Töne. Dirigent vor dem Orchester Die Orchestrierung ist meisterhaft, „und die Musik zeichnet sich durch eine verblüffende, gleichsam nervige Brillanz aus“. So heißt es in der Erläuterung zum ersten Satz. Zahlreiche Anklänge an Volksmusik oder Werke anderer Komponisten zeigen in ihrer Bearbeitung das Können des noch jungen Komponisten. Sogar musikalische Motive späterer Werke klingen an, etwa die Stierkampfmusik aus der Oper „Carmen“.

Stehende Orchestermusiker Mit großer Sensibilität leitete der Dirigent Konrad Haesler das Brahms-Orchester Hannover und führte damit mit musikalischen Mitteln in die Zeit Zwei Hornistinnen vor 150 Jahren ein. Der Dirigent und langjährige Solocellist der Radiophilharmonie Hannover sowie Cellist des Heutling-Quartetts hat dieses Orchester 2000 gegründet. Es arbeitet projektweise und führt Schüler, Studenten, Profis und Laien zusammen in der Freude am gemeinsamen Musizieren.

Eine Violinistin und zwei Violinisten Den zweiten Teil dieses spannenden Musikabends bestritt das Brahms-Orchester Hannover mit der Solistin Sabine Angela Lauer am Cello. Sie führten das Cellokonzert in d-moll des belgischen Komponisten Edouard Lalo auf. Dieses Werk entstand 1876, als die Henriettenstiftung ihre Gründungsjahre bereits hinter sich hatte, auf den Bau eines neuen Krankenhauses zurückblicken und auf den Ausbau Frau mit Violoncello und Dirigent vor dem Orchester des weiteren Standortes in Kirchrode vorausschauen konnte. 150 Jahre später präsentiert sich die Henriettenstiftung in einer Vielfalt der Arbeitszweige und Kulturen. Dazu gehört auch die reiche musikalische Arbeit. An diesem Sonnabend, dem 2. Oktober 2010, hörten mehr als 400 Besucher das Konzert des Brahms-Orchesters Hannover.

 

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