Logo Henriettenstiftung, 150 JahreHenriettenstiftung Historisches Foto: Schwester Emmy florales Jugendstil-Muster

Auf der Suche nach dem Temporalsegel

Hannover-Revue mit einer Zeitreise in der Henriettenstiftung

Eine Gruppe von Frauen, davon zwei im Rollstuhl Mann in braunem Jakett auf einer Bühne junger Mann mit Schiebermütze und Leierkasten junger Frau mit geblümtem Kopftuch

„150 Jahre in Hannover – das hält doch niemand aus.“ So lange wirkt die „Henriette“ in Hannover. Aber wie spannend diese Zeit war, zeigt die Hannover-Revue von StattReisen Hannover, einer innovativen Agentur für Stadtführungen mit Theater- und Showeinlagen. Das Team trat mit ihrer Zeitreise am 28. Mai vor mehr als 150 Gästen im Großen Saal der Henriettenstiftung auf. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Jubiläums „150 Jahre Henriettenstiftung“ statt.

junger Mann flachem Strohhut und dunklem Anzug, dahiner Pianist am Flügel Da tritt z. B. der Heidedichter Hermann Löns aus der Zeit vor 100 Jahren auf, als ziemlich frustrierte Figur, beruflich erfolgreich als Journalist und Chefredakteur, aber ohne Glück bei den Frauen – er ist gerade zum zweiten Mal geschieden worden. Das Team der Schauspieler singt und spielt die spannenden Epochen Hannovers. Hannover 96 war sogar mal Deutscher Fußballmeister. Und ein Student intoniert den alten Kampfspruch der „Rote Punkt Aktion“ aus dem Jahr 1969, mit dem gegen die Fahrpreiserhöhungen der Üstra protestiert wurde. Das war erfolgreich damals nach wochenlangem Boykott der Schienen. Der Aktivist von einst trifft nun auf den Aussteiger aus der Bauwagenstadt vom Sprengel-Gelände in Hannovers Nordstadt und versucht ihm zu erklären, worin das ernsthafte politische Anliegen damals bestand.

weiblicher und männlicher Fußballfan mit Hannover-96-Schals Die erste Industriemesse entsteht wieder neu vor Augen. Sie ist Zeichen der wirtschaftlichen Erneuerung in Zeiten der Nachkriegszeit. Später wurde sie zum Schaufenster der Leistung der noch jungen West-Industrie gen Osten und zum Barometer für die Konjunktur in der beginnenden Wohlstandsgesellschaft. Die Conti baute damals das größte Hochhaus von ganz Deutschland, wie wieder zu lernen war.

Der Massenmörder Haarmann aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts darf selbstverständlich nicht fehlen. Aber er wird abgelöst von dem Anwärter auf das Bruchmeisteramt der Schützen. Denn Hannover rühmt sich selbst, das größte Schützenfest der Welt zu haben. Der Schützenausmarsch ist jedes Jahr das zentrale Ereignis. Und die ganze Litanei an volkstümlicher Marschmusik endet mit dem populärsten Titel der Scorpions, Hannovers weltbekannter Band, „Wind of Change“, das animierte die Gäste Kerzen zu schwenken.

zwei junge Männer, einer mit Punker-Kleidung und Bierdose ein Paar in Nachkriegskleidung ein Paar in Nachkriegskleidung junger Mann mit Schiebermütze und weißem Hemd auf der Bühne

 

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