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Starke Frauen

Start der Vortragsreihe im Hilde-Schneider-Haus

Monika Stadtmüller Einen Dank an die Diakonissen formulierte Monika Stadtmüller, Heimleitung der Henriettenstiftung Altenhilfe, in ihrem Vortrag über „Starke Frauen“ in der Henriettenstiftung. Sie sprach vor 25 Besuchern im Pflege- und Therapiezentrum Fischerstraße, dem Hilde Schneider Haus am 27. April 2010. So stellte sie die „Diakonisse im Fürstengewand“ vor, Henriette von Württemberg. Sie engagierte sich nach dem Tod ihres Mannes ab 1817 in der sozialen Arbeit, stellte Geld zur Verfügung für die Gründung von Häusern von unverheirateten Frauen und ihren Kindern, und für Krankenhäuser. Ihr Erbe vergab sie für wohltätige Zwecke.

Maria, Kronprinzessin von Hannover, geb. Herzogin zu Sachsen

Das nahm ihre Enkelin Marie, Königin von Hannover, auf. Sie bestimmte ihren Anteil am Erbe ihrer Großmutter für die Gründung eines Krankenhauses und eines Diakonissenmutterhauses. Das sollte nach dem Modell aus Kaiserswerth geschehen, aber doch mit Unterschieden. Denn in Hannover sollte nicht das patriarchale Familiemodell vorherrschen; hier sollte die Oberin die Leitung haben, der Seelsorger war nur nebenamtlich tätig und der Arzt der Oberin unterstellt. Dieses Modell jedoch wurde nach dem frühen Tod der ersten Oberin aufgegeben.

Monika Stadtmüller zeichnete ein plastisches Bild der damaligen Zeit um 1860. Rund die Hälfte der Bevölkerung lebte in Armut unterhalb des Existenzminimums. Eine Industrialisierung war nur entlang der Bahnlinien zu verzeichnen, und das Königreich Hannover hatte nur die eine Linie von Hannover nach Lehrte, wo Anschluss bestand nach Hamburg und Berlin, wo die Linie im Lehrter Bahnhof endete. Die Wohnungen waren klein und eng und oft genug ohne Sonnenlicht. Darum war soziales Engagement nötig, und dies geschah oft genug aus christlichem Impuls.

Monika Stadtmüller Was bleibt, fragt Monika Stadtmüller. Die Schwesterschaft der Diakonissen, die anfangs um die Existenz des Krankenhauses kämpfen musste, hat später zugenommen. 800 waren um das Jahr 1930 in der Stiftung. Heute sind es noch 21, davon nur eine aktiv, alle andern sind im Feierabend. Was geblieben ist, ist jedoch die Idee, sich für soziale Belange zu engagieren, und dies ist und bleibt mit dem Namen Henriette verbunden.

 

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