Logo Henriettenstiftung, 150 JahreHenriettenstiftung Historisches Foto: Schwester Marie florales Jugendstil-Muster

Überraschungen aus der Geschichte

Ein weiterer Vortrag in der Reihe „Starke Frauen“ im Hilde-Schneider-Haus

Inge Neumann Auf die Überraschungen aus der Geschichte der Henriettenstiftung machte Inge Neumann, Pflegedienstleiterin im Hilde-Schneider-Haus, bei ihrem Vortrag am 28. April 2010 im Rahmen der Themenwoche des Hauses aufmerksam. Im Mittelpunkt stand an diesem Tag Emmy Danckwerts, die erste Oberin. Ihr wurde die Leitung der gesamten Henriettenstiftung übertragen, nicht nur die Leitung der Schwesternschaft. Damals waren im Komitee, dem Aufsichtsgremium des Hauses sechs Frauen und lediglich vier Männer vertreten.

Ihr Anliegen war es eine qualifizierte Ausbildung zu vermitteln. Das war damals ganz unüblich. Das hatte sie selbst erfahren müssen. Denn als ihr Vater starb, durften ihre Brüder wie selbstverständlich studieren, sie aber wurde zu Verwandten gegeben als Gehilfin. Mit dieser Rolle gab sie sich nicht zufrieden. Deshalb ging sie nach Berlin und trat in das Mutterhaus Bethanien ein und erhielt dort eine qualifizierte Ausbildung als Apothekerin. Auch der Stand einer Diakonisse ermöglichte es ihr, eine qualifizierte Berufstätigkeit in den Mittelpunkt ihres Lebens zu stellen.

Inge Neumann So verstand sie ihr Engagement als Oberin der Henriettenstiftung als Einsatz für soziale Belange und für die Eigenständigkeit von Frauen. Das vertrat sie auch gegen Kritik aus der Stadt Hannover. Dort wurde der recht umfangreiche Bau an der heutigen Marienstrasse als zu aufwändig für die kleine Gruppe der Diakonissen empfunden. Außerdem wurden religiöse Tendenzen befürchtet, die in der lutherischen Region zurück zur katholischen Kirche führen könnten. Allerdings, die Idee des sozialen Engagements der Diakonissen hat sich später einen überzeugenden Aufschwung erfahren. Es sucht auch heute noch nach einer glaubwürdigen Fortsetzung.

 

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