Logo Henriettenstiftung, 150 JahreHenriettenstiftung Historisches Foto: Schwester Marie florales Jugendstil-Muster

Starke Frauen

Diakonie suchen – Zum letzten Nachmittag der Themenwoche „Starke Frauen in der Henriettenstifung“ am 30. April 2010

Frau im Krankenbett Die Szene ist (fast) vertraut: Ein Bett, ein Schreibtisch, übervolle Aktenschränke im Hintergrund. „Heute geht es um uns“, sagt Pflegedienstleiterin Inge Neumann. So leitet sie am letzten Nachmittag dieser Woche zum Thema „Starke Frauen in der Henriettenstiftung“ eine kurze Theaterszene ein.

Schwester am Schreibtisch Schwester Sabine ist am freien Tag beim Shopping gestört worden. Sie möge bitte sofort zur Arbeit ins Pflegeheim kommen. Eine Kollegin ist krank geworden. Sie kommt zum Dienst. Aber ihre Arbeit besteht nicht aus der Pflege am Bett. Vielmehr: Sie sitzt über wahren Bergen von Papieren. Sie bewältigt Dokumentationspflichten und Verwaltungsdinge. Nur Zwischendurch – gleichsam als Störung – macht eine bettlägrige Bewohnerin mit Rufen auf sich aufmerksam. Sie möchte an einer Veranstaltung des Hauses teilnehmen und braucht Hilfe. Aber die Rufe hindern Schwester Sabine nur bei den Schreibarbeiten.

Eine Besucherin und eine Schwester vor einem Aktenregal Dazwischen läuft eine Angehörige durch das Heim. „Ich suche die Diakonie.“ Aber sie findet sie nicht. „Diakonie ist doch Nächstenliebe.“ Und das heiß praktische Beziehungsarbeit. Aber die kommt leicht zu kurz, weil Aktenberge warten.

Einer Bewohnerin wird beim Aufstehen aus dem Bett geholfen „Hier in unseren Haus machen wir manches anders“, betont Inge Neumann. Hier bleibt Beziehungsarbeit an erster Stelle stehen. Das wird deutlich in den Festen des Pflege- und Therapiezentrums. Sie folgen dem Jahresrhythmus: Sternsinger kommen, die Förderinitiative für junge Künstler unter dem Titel Live-Music-Now gibt regelmäßig Konzerte. Es gibt zahlreiche Feste mit Rollstuhltanz und Schlagerparade, Feuerwerk und viel Spaß. Außerdem kommt der Clown „Herr Flohr“ Bild eines Clowns zu den Bewohnern. Andere Anlässe werden genutzt zu eigenen kleinen Events, etwa der Hannover-Marathon.

Und das Hilde-Schneider-Haus nutzt seine ungewöhnliche Lage nahe Innenstadt und Herrenhäuser Gärten. Aber es lässt sich auch die Blumenpracht im Hausgarten bewundern, der malerisch direkt am Ufer der Leine liegt. Legendär sind die Kunstausstellungen – etwa mit Kunstwerken der malenden Bewohner – aus dem eigenen Haus. Besonders geschätzt sind die Vernissagen zu den Kunstausstellungen mit Köstlichkeiten aus der hauseigenen Küche.

 

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