Logo Henriettenstiftung, 150 JahreHenriettenstiftung Historisches Foto: Schwester Marie florales Jugendstil-Muster

Vom Blutzuckerspiegel bis zu Darmerkrankungen

Diakoniekrankenhaus Henriettenstiftung öffnet die Tore beim Tag der Offenen Tür

Zuhörer in einem Konferenzsaal Bei einem Vortrag in einem Konferenzsaal, Blick zum Vortragenden Mutter mit Kindern und eine Sanitäterin in einem Rettungswagen

Zum Blick hinter die Kulissen lud das Diakoniekrankenhaus Henriettenstiftung ein. Der „Tag der Offenen Tür“ fand statt am Sonnabend, 21. August 2010. Er war ein Beitrag des Krankenhauses zum Jubiläum der Henriettenstiftung, die vor 150 Jahren gegründet wurde. Immerhin war ein wesentlicher Zweck des Krankenhauses damals, die Behandlungen in Kliniken populär zu machen und die neuen Möglichkeiten von Pflege und Medizin aufzuzeigen. Deshalb sprach es insbesondere auch die sogenannten „bürgerlichen Kreise“ an zu Behandlungen im Krankenhaus und warb dazu mit durchaus modernen Methoden. Denn die Behandlung im Krankenhaus, so ein wesentliches Argument im Jahr 1860, besaß gegenüber der Therapie zu Hause entschiedene Vorteile, etwa der besseren Hygiene.

Mann mit Bart bekommt den Blutdruck gemessen Die Besucher heute ließen sich die neuesten Anästhesiegeräte erklären, machten in der Nuklearmedizinischen Klinik eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse und informierten sich über Überleitungspflege, die insbesondere bei Pflegebedürftigen den Übergang vom Krankenhaus nach Hause mit Pflegediensten und Hilfsmitteln organisiert, schauten beim Stand der Krankenhausseelsorge vorbei und besichtigten die Radiologische Klinik mit ihrem neuen Computer-Tomographen.

Wie vielfältig und vielschichtig der Betrieb eines modernen Krankenhauses ist, ließ sich im Gespräch erfahren. Aus dem Herzkatheterlabor der neuesten Bauart wurde ebenso informiert wie über die jüngsten Forschungen zu den Ultraschalluntersuchungen der Aorta. Außerdem zeigte die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Plastikmodell, wie eine minimalinvasive Operation der Schulter abläuft und eine Schlüssellochoperation des Kniegelenks vorgenommen wird. Besucher konnten ganz praktisch erfahren, wie stark die Chirurgen umdenken müssen, wenn sie das Operationsfeld nicht mehr direkt über einen relativ großen Hautschnitt sehen, sondern Gelenke und Organe nur noch über eine Optik im Monitor erkennen. Operationsinstrumente werden nur über ein kleines Loch in der Haut eingeschoben und von außen gelenkt.

Angestellte erklärt ein modernes medizinisches Gerät Junger Mann mit medizinischen Geräten und Besucher Arzt und Patientin beim Ultraschall

Vorträge informierten unter anderem über moderne Möglichkeiten der Bauchchirurgie, über Erkrankungen der Blutgefäße und neueste Erkenntnisse der Inneren Medizin. Am Standort Kirchrode des Diakoniekrankenhauses war ein begehbares Modell des Darmes aufgebaut, in dem über die verschiedenen Erkrankungen des Darmtraktes aufgeklärt wurde, etwa über Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa. Zwei Kinder und ein Mann in einem begehbaren Modell des Darmes Besucher konnten den Blutzuckerspiegel messen lassen und sich über die Untersuchungen der weiblichen Brust informieren, insbesondere über die Vacuumbiopsie, die eine möglichst sichere Diagnosestellung beim Verdacht auf Brustkrebs ermöglicht.

Die Besucher nutzten die zahlreichen Gelegenheiten zum Gespräch mit den Ärztinnen und Ärzten. Kinder konnten in der Teddyklinik ihre Kuscheltiere fachgerecht behandeln lassen und der „Ärztin“ bei der Therapie ihrer Teddys behilflich sein. Und die Eltern ließen es sich gut gehen bei Pflaumenkuchen, Bratwürstchen und Butterkuchen.

Besucher am Grillwürstchen-Stand zwei Frauen im Gespräch Ein Mädchen verbindet seinen Teddy unter Anleitung einer Schwester

 

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